Ausdruck von: http://www.paulis.de/index.php?p=showdata&did=2178

Sa, 15.12.2012 ARTE CORALE - Jubilee-Tour 2012
Datum/Zeit: Sa, 15.12.2012 - 19:00 Uhr
Ort: Braunschweig, Klosterkirche Riddagshausen
Preise: € 32,-
Inkl. Vorverkauf- und Systemgebühren
Tickets: VVK-Stellen | Kartenservice

Information:

Aus tourneeorganisatorischen Gründen muss leider die Veranstaltung ABGESAGT werden. Bereits gekaufte Karten können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen, wo sie erworben worden sind, zurückgegeben werden. Wir bitten um Verständnis.

GESÄNGE AUS DEM LEBEN ORTHODOXER MÖNCHE

 

Der Moskauer Chor ARTE CORALE entführt in eine archaische Gesangstradition.

Von „vocal heroics and breadth of emotion“ (also etwa „erhabenen Gesängen und weit schwingender Emotionalität“) schwärmt die Los Angeles Times um den Gesang von ARTE CORALE zu beschreiben, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung hebt die „perfekte Klangverschmelzung“ der Sänger hervor. Das sind nur zwei aus einer Vielzahl von Lobeshymnen, die auf den Moskauer Männerchor gesungen werden, der seit Anfang der 90er Jahre durch Deutschland, Europa und die USA reist.

 

Mit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor rund 18 Jahren wurde die Tür zu einem riesigen musikalischen Gebiet aufgestoßen, das zuvor bei uns weitgehend in Vergessenheit geraten oder gänzlich unbekannt war. Zwar gehörten virtuose Solisten im Bereich der E-Musik lange schon zu den „Exportschlagern“ der damaligen UdSSR und seiner angeschlossenen Partnerstaaten, aber vieles aus dem weiten und überaus fruchtbaren Feld zwischen Sakralmusik und Folklore blieb uns verschlossen.

Das hat sich seitdem gründlich geändert, und westliche Musikenthusiasten konnten aufregende Entdeckungen machen. Im Bereich der Gesangstechniken reicht die Palette von den Kehlgesängen aus dem mongolischen Tuwa, die mit Obertönen spielen, sich aber vollkommen von westlichen Obertontechniken unterscheiden, über die geheimnisvollen Gesänge des bulgarischen Frauenchors „Le Mystère des Voix Bulgares“, der mit Reibungsklängen und einer nahezu vibratolosen Singweise aufwartet, bis zu der magischen Strahlkraft des Chorgesangs in den russisch-orthodoxen Kirchen.

 

Die Wiederbelebung dieser in der antiklerikalen Sowjetzeit aus dem Blickfeld geratenen (wenn auch weiterhin an den Hochschulen unterrichteten) archaischen Singweise hat sich der Chor ARTE CORALE zur Aufgabe gesetzt. Der Moskauer Chor wurde bereits 1978 gegründet, und zwar von einer Frau. Aus den Absolventen der Moskauer Konservatorien wurden die besten Gesangsstimmen in den Lagen Tenor, Bariton und Bass ausgewählt und daraus der kleine, nämlich nur zehnköpfigen Männerchor ARTE CORALE zusammengestellt.

Das Repertoire bestand anfänglich überwiegend aus Gesängen der russisch-orthodoxen Liturgie, die in ihrer etwa bis auf das Jahr 1000 zurückreichenden Tradition allein auf die spirituelle Kraft des A-Cappella-Gesangs setzt. Dieser ist in seiner Anlage ohnehin der linearen Gesangsweise des gregorianischen Chorals verwandt, und so war es nur folgerichtig, dass ARTE CORALE allmählich sein Programm um Elemente der Gregorianik erweiterte. Inzwischen interpretieren die Sänger auch modernere Kompositionen (von Rachmaninow bis Tschaikowsky), die sich an der Stilistik des russisch-orthodoxen Gesangs orientieren.

 

Durch ihr außerordentlich schlichtes Auftreten in schwarzen Mönchskutten verstärken die Sänger von ARTE CORALE die bezwingende Wirkung ihrer klaren und tiefen Stimmen, in denen immer auch etwas von der sprichwörtlichen „russischen Seele“ mitzuschwingen scheint.

 

 

 

 

Werbung
Hygia: Hier halten sich Künstler fit!
P&P Musikstudio Braunschweig
Liberty Band
Landhaus Löwenstadt. Westerland, Sylt.
Lindi - ...denn im Feiern sind wir gut!


© Paulis - Das Veranstaltungsbüro